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„Der Erste Weltkrieg in Hamburg – eine unbekannte Seite des Krieges“

Die neue Sonderausstellung in der BallinStadt  

 

Ab dem 1. August 2014, zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs, öffnet die BallinStadt ein unbekanntes Kapitel der Geschichte der großen Hamburger Auswandererhallen während des Ersten Weltkrieges: Im Haus 3 des Auswanderermuseums wird eine neue Sonderausstellung zu sehen sein, die die Auswandererhallen als Marinelazarett von 1914 bis 1919 zeigt.

Was bleibt von der Begeisterung über den Krieg, wenn man verwundet ist? Verändert der Schmerz, der erlebte Schrecken und der unmittelbare und brutale Verlust von Kameraden die Sicht auf die Geschehnisse? Was passiert mit Menschen, die Zeit haben, ihr Schicksal zu reflektieren?

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges am 1. August 1914 kam die Auswanderung in Hamburg komplett zum Erliegen. Dringend wurden Lazarettplätze für die Verwundeten der Schlachtfelder gesucht – die Auswandererhallen wurden zum Lazarett erklärt.

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Die Bettensäle, welche noch kurz zuvor hunderte Auswanderer beherbergt hatten, waren nun mit Verwundeten belegt, welche aus den traumatischen Geschehnissen in eine unvermittelte Ruhe gerissen wurden. Authentische, oftmals unglaubliche Geschichten, Anekdoten und Schicksale zeichnet die Ausstellung nach und verschafft so einen Einblick in eine unbekannte Welt abseits der Gräben und Schlachtfelder.

Die Soldaten und ihre Geschichten stehen im Mittelpunkt, historische Dokumente, Fotos, die Briefe eines Lazarett-Arztes oder Postkarten der Behandelten an ihre Verwandten dokumentieren Freude, Schmerz, Genesung oder Trauer. Es sind berührende Dokumente einer uns fernen Epoche und doch menschlich so nah.

Die Sonderausstellung „Die Auswandererhallen als Marinelazarett“ ist ab dem 1. August 2014 als Teil der Hauptausstellung im Haus 3 der BallinStadt zu sehen, täglich von 10 bis 18 Uhr. Die Ausstellung wird vom Freundeskreis Auswandererwelt BallinStadt e.V. unterstützt.

 

Quelle: www.ballinstadt.de