Foto@ IBA Hamburg GmbH -Bernadette Grimmenstein – Energiebunker Architekturfotografie August 2013

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Der „Energieatlas – Werkbericht 1“ der IBA Hamburg erscheint am 26. Januar.

Die Pressemitteilung der IBA Hamburg

Vier Jahre lang wurde das weltweit vielbeachtete Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg praktisch umgesetzt, am 26. Januar 2015 erscheint dazu der erste Werkbericht. Der von der IBA Hamburg GmbH, dem Umweltbundesamt sowie der TU Darmstadt herausgegebene Band stellt die Umsetzung und die Weiterentwicklung des Klimaschutzkonzeptes in den Kontext aktueller Diskussionen zur Energiewende.

Foto@ IBA Hamburg GmbH - Johannes Arlt - Energieberg Georgswerder - Blaue Stunde Juni 2013

Foto@ IBA Hamburg GmbH – Johannes Arlt – Energieberg Georgswerder – Blaue Stunde Juni 2013

Foto@ IBA Hamburg GmbH - Falcon Crest Air - Luftbild Wilhelmsburg Juni 2013

Foto@ IBA Hamburg GmbH – Falcon Crest Air – Luftbild Wilhelmsburg Juni 2013

Mit dem Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg hat die IBA Hamburg 2010 ein strategisches Konzept zum energetischen Umbau eines zentral in Hamburg gelegenen Stadtteils mit einer Größe von 35 Quadratkilometern und mehr als 55.000 Bewohnern vorgelegt. Ziel ist eine fast hundertprozentige Versorgung des Wohn- und Gewerbegebäudebestands Wilhelmsburgs durch erneuerbare und lokal erzeugte Energie bis zum Jahr 2050. Zur Erreichung dieses ambitionierten Ziels eines klimaneutralen Quartiers hat sich die IBA Hamburg in dem Klimaschutzkonzept die vier strategischen Handlungsfelder energieeffizienter Neubau, energetische Sanierung des Bestandes, erneuerbare Wärmenetze sowie erneuerbare Stromerzeugung vorgenommen. Vier Jahre lang wurde das Konzept umgesetzt, gerade aufgrund seiner praktischen Durchführung hat es dabei viel nationale und internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Der nun vorliegende Werkbericht 1 zum Energieatlas zeigt ein differenziertes Bild der Umsetzung und parallelen Weiterentwicklung des Konzeptes Erneuerbares Wilhelmsburg im Jahr 2014. Große Teile der Roadmap 2010 sind heute Realität: Der Energieberg Georgswerder versorgt rechnerisch 20 Prozent der Haushalte der Elbinsel mit erneuerbarem Strom. Alle Neubauten und Sanierungen, die im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Hamburg umgesetzt wurden, haben die gesetzlichen Mindestanforderungen an die Energieeffizienz übertroffen und senken damit den Energieverbrauch auf den Elbinseln.  Dabei haben die neu entstandenen regenerativen Wärmenetze um den Energiebunker und in der Wilhelmsburger Mitte ihr Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft, können aber in Zukunft viele weitere Haushalte der Elbinsel mit erneuerbarer Wärme versorgen. Andererseits lassen sich zahlreiche damals nicht vorhersehbare Faktoren konstatieren, die einzelne Projekte verzögerten oder unrealisierbar machten. Insofern steht die Umsetzung des Konzeptes vor neuen Herausforderungen, die im Werkbericht formuliert wurden, um die CO2-Neutralität in Wilhelmsburg auch tatsächlich bis 2050 zu erreichen.

In der Zwischenauswertung werden die methodischen Ansätze des Konzepts von verschiedenen Autoren vor dem aktuellen Hintergrund bundesweiter Erfahrungen reflektiert, die gesellschaftliche und wirtschaftliche Tragfähigkeit des gesamten Vorhabens kritisch untersucht. Dieser analytische Prozess mündet schließlich in Vorschlägen für die Fortschreibung des mehrfach ausgezeichneten Klimaschutzkonzeptes Erneuerbares Wilhelmsburg nicht zuletzt auch, um dem lange vernachlässigten Stadtteil Wilhelmsburg zu einem neuen innovativen Image als Pionierstadtteil Hamburgs zu verhelfen. Die Herausgeber führen dabei sowohl notwendige technische Umsetzungsschritte als auch soziale und politische Rahmenbedingungen für die nächsten Jahre zusammen. Aus Sicht des Umweltbundesamtes, der TU Darmstadt und der IBA Hamburg gilt es das Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg als Leuchtturmprojekt weiterzuführen. Hamburg ist mit diesem Projekt – gerade wegen seinen wertvollen Praxiserfahrungen – nicht nur international ein Vorreiter neuer städtebaulich-energetischer Konzepte sowohl im Stadtneu- wie im Stadtumbau, sondern auch ein Labor für innovative praktische Lösungen.

Jutta Blankau, Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt

„Wilhelmsburg hat in den letzten Jahren eine beachtliche Entwicklung durchgemacht. Das wollen wir zusammen mit der IBA Hamburg im Wohnungsbau und bei der Quartiersentwicklung fortsetzen. Wilhelmsburg wird damit zu einem der innovativsten Stadtteile in Hamburg.“

Harry Lehmann, Umweltbundesamt Berlin

„Das Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg ist eingebunden in wichtige nationale wie internationale Kooperations- und Forschungsprojekte, sodass es nicht nur einem breiten Publikum präsentiert wird, sondern auch Ansätze und Erfahrungen intensiv diskutiert und weiterentwickelt werden. Dieses Konzept ist eine exemplarische Blaupause auch für andere Regionen Deutschlands.“

Uli Hellweg, Geschäftsführer IBA Hamburg GmbH

„Die IBA Hamburg steht für einen ganzheitlichen Ansatz in der Stadtentwicklung, zu dem auch der energetische Stadtumbau gehört. Wir können mit diesem ersten Werkbericht zum Klimaschutzprojekt Erneuerbares Wilhelmsburg bereits aus der Praxis der realisierten energetischen Bauprojekte berichten. Mit dem bisher Erreichten haben wir die besten Voraussetzungen, um Hamburgs Pionierrolle weiter auszubauen und auch in der Zukunft wichtige Beiträge für die Energiewende auf der kommunalen Ebene zu schaffen.“

 

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Energieatlas Werkbericht 1. – Zukunftskonzept Erneuerbares Wilhelmsburg

IBA Hamburg GmbH / Umweltbundesamt / TU Darmstadt (Hg.)

224 Seiten mit ca. 150 Abb. und Plänen

Preis: 32,00 €,

ISBN 978-3-86859-343-3

E-Book Englisch: ISBN 978-3-86859-349-5, E-Book Deutsch: ISBN 978-3-86859-889-6

Veranstaltungshinweis:

Fachforum, Buchpräsentation und Diskussion
AUF DEM WEG INS ERNEUERBARE WILHELMSBURG – ERSTE RESULTATE UND AUSBLICKE

26. Januar 2015

13.00 – 18.00 Uhr Fachforum
18.30 – 20.00 Uhr Buchvorstellung und Diskussion

IBA Hamburg GmbH, IBA DOCK, Am Zollhafen 12, 20539 Hamburg
Eintritt frei.

 

Quelle & Fotos: www.iba-hamburg.de