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Stiftung „Kultur bewegt“ stellt 80.000 Euro für Kinder- und Jugendkultur zur Verfügung

Die Stiftung fördert 17 Projekte in Hamburger Stadtteilen- 4 davon in Wilhelmsburg und Veddel!

In diesem Jahr können sich gleich 4 Projekte auf der Elbinsel über eine Förderung aus dem Fonds „Kultur bewegt“ der Stiftung Maritim Hermann und Milena Ebel freuen. Aus 32 Anträgen hat eine Fachjury Projekte aus Altona, St. Pauli, Osdorf, Barmbek, Steilshoop, Eidelstedt, St. Georg, Allermöhe, Uhlenhorst, Jenfeld, Wilhelmsburg, Veddel, Schanzenviertel, Barmbek, Bahrenfeld, Billstedt und Uhlenhorst ausgewählt.

Die Kulturbehörde hat „Kultur bewegt“ 2007 zusammen mit der Stiftung Maritim Hermann und Milena Ebel ins Leben gerufen, um kulturelle Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf zu fördern. Dafür stellt die Stiftung in diesem Jahr wieder 80.000 Euro zur Verfügung.

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur fördert und stärkt Kinder und Jugendliche und ermöglicht ihnen, ihre Sinne zu entfalten und Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft zu gewinnen. Ich danke der Stiftung Maritim Hermann und Milena Ebel sehr dafür, dass sie auch in diesem Jahr mit dem Fonds ‚Kultur bewegt‘ großartige Projekte der Kinder- und Jugendarbeit in den Hamburger Stadtteilen ermöglicht.“

Milena Ebel: „Mein Mann und ich möchten die kulturelle und soziale Entwicklung in Hamburg fördern. Wir leben gerne hier und möchten einen Beitrag dazu leisten, dass Hamburg auch für zukünftige Generationen so lebenswert bleibt. Wir engagieren uns daher besonders für diejenigen Kinder und Jugendlichen in unserer Stadt, die zuhause wenig Unterstützung haben. Kinder, die sich künstlerisch einbringen dürfen, entwickeln ein gutes Selbstbewusstsein und Toleranz.“

Die Bandbreite der ausgewählten Projekte reicht von Kunst, Theater, Tanz und Musik über Filmemachen bis zu Projekten mit Hamburger Schulen. Kriterien für die Förderung waren vor allem Nachhaltigkeit und eine Einbeziehung der lokalen Strukturen, zudem lag der Fokus auf Bereichen der Stadt, die von kultureller, interkultureller beziehungsweise inklusiver Projektarbeit bisher nicht ausreichend erreicht wurden. Mitglieder der Fachjury waren Milena Ebel (Stiftung Maritim Hermann und Milena Ebel), Werner Frömming (Kulturbehörde), Dr. Klaus Langebeck (Behörde für Schule und Berufsbildung a. D.) und Lutz Wendler (Kulturjournalist).

Foto@Stiftung Maritim

Foto@Stiftung Maritim

Hier die 4 spannenden Projekte:

Heimat – gemeinsam Brücken knüpfen zwischen den Kulturen“ / Verein zur Förderung von Kunst und Kultur in den Veringhöfen e.V.:

Schüler der 9. Klasse der Gretel Bergmann Schule werden einen Teppich aus einzelnen Keramikfliesen gestalten und sich während des Prozesses mit der eigenen Identität/Herkunft über verschiedene künstlerische Ausdrucksformen auseinandersetzen. Am Ende wird der Keramikteppich als eine feste Installation an einer Wand im Eingangsbereich der Schule angebracht werden. Kontakt: info@kuenstlercommunity.org

Betrag: 6.000 Euro

 

Lüttville – Das künstlerische Sommercamp / Lüttville e.V.:

Lüttville ist das künstlerische Sommercamp für Kinder im Vorfeld des jährlichen Kunst- und Musikfestivals Dockville in Wilhelmsburg. Das Sommercamp vom 21.-26. Juli ist eine kostenlose Ferienfreizeit für ungefähr 150 Kinder (4-14 Jahren). In verschiedenen Workshops werden eigene Performances erarbeitet, die bei Dockville vor rund 22.000 Besuchern präsentiert werden. www.luettville.de

Betrag: 4.500 Euro

 

Filmworkshop / KurzFilmAgentur Hamburg/Lüttville e.V.:

Jugendliche Teilnehmer der Sommerfreizeit „Lüttville“ werden unter Anleitung von Filmkünstlern der KurzFilmSchule in der praktischen Filmarbeit begleitet. Von der Themenfindung über den Dreh bis hin zum Schnitt werden die Teilnehmer in jeden Schritt der Filmproduktion eingeweiht. Auf einer Abschlusspräsentation wird das Projekt einem Publikum vorgestellt und später auf dem „MS Dockville“ sowie auf unterschiedlichen Stadtteilfesten und im Rahmen des Internationalen KurzFilmFestivals 2015 gezeigt. www.shortfilm.com

Betrag: 1.100 Euro

 

„Hamlet Who“ – Die Ghettoakademie 2014/15 / Katharina Oberlik:

Mit Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 25 Jahren aus dem Stadtteil Veddel ist eine filmische und theatralische Recherche über den „Hamlet-Stoff“ geplant. In drei Workshops und fortlaufenden wöchentlichen Proben werden die Rechercheergebnisse zu einem aufführungsreifen Stück zusammengesetzt.   http://ghettoakademie.blogspot.de/

Betrag: 5.000 Euro

 

Weitere Informationen unter www.kultur-bewegt.de