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Dieses Mal zeigt Jojo, dass er Händ­chen und Herz für his­torisches Kul­turgut hat. Bei CARSPIRIT, den Old­timer Experten von Auto Schultz. 

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Old­timer – das sind für mich immer alte Ford Mus­tangs, Opel Diplo­mat, Borg­wardt Isabel­la oder Mer­cedes Strich 8. Dass Old­timer aber auch eine richtige Szene mit japanis­chen Fahrzeu­gen hat, war mir bis heute eher nicht bewusst. Susann und Mario Schultz von der gle­ich­nami­gen Autow­erk­statt in Georgswerder wis­sen es bess­er. Der japanis­che Old­timer Markt ist schon lange kein Geheimtipp mehr.

Schräg gegenüber vom heuti­gen Fir­men­sitz fing 1964 alles an. Damals noch als kleine Werk­statt, entwick­elte sich der Betrieb nicht nur zu ein­er der Anlauf­stellen für Fahrzeuge jed­er Marke, son­dern auch zu einem renom­mierten Toy­ota-Ser­vice-Betrieb. Mit Susann und Mario in der Geschäft­sleitung beste­ht das Fam­i­lienun­ternehmen mit­tler­weile schon in zweit­er Gen­er­a­tion.

Old­timer begleit­en die Fam­i­lie seit Jahren. Ange­fan­gen hat alles mit ein­er Toy­ota Cel­i­ca, die von Herb­st 1970 bis Som­mer 2005 in sieben Mod­ell­rei­hen gebaut wurde. Und mit dieser Schön­heit entwick­elte sich die Idee, den Betrieb auszuweit­en: CARSPIRIT war geboren und damit auch mein heutiger Arbeit­splatz.

Mario Schultz hat viel Geduld mit JoJo

Apro­pos Platz: Den nehme ich erst ein­mal in einem Ford Mus­tang Mach 1. Der ste­ht in der Ausstel­lung­shalle und ist auch für knapp Zwei-Meter-Men­schen wie mich bequem und mit der nöti­gen Kopf- und Bein­frei­heit. Und während ich grade darüber nach­denke, wie es ist, mit dem Wagen über die Route 66 zu cruisen, weckt mich Mario Schultz aus meinem Tag­traum. „Old­timer sind immer auch jede Menge Chrom“, grinst er mich an und reicht mir ein Tuch. Jet­zt geht’s also ans Polieren. Er traut mir wohl nicht zu, auch das Schweißgerät zu bedi­enen und seine Mitar­beit­er in der Werk­statt zu unter­stützen… Recht hat er.

Es ist vor allem die Her­aus­forderung, die das sech­sköp­fige Team rund um Mario und Susann bei ihren Young- und Old­timern so sehr lieben. „Mal eben ins Lager gehen und das passende Teil raus­suchen, geht halt oft nicht“, sagt Schultz. Da wird dann kurz­er­hand ein fehlen­des Blech liebevoll selb­st hergestellt. „Das macht diesen Beruf so beson­ders“, schwärmt der ehe­ma­lige Ral­lye­fahrer.

Es sind die alten Tech­niken, die hier auf dem Hof von Schultz noch zum Ein­satz kom­men, als Profis für his­torisches Kul­turgut. Ein­satz ist jet­zt mein Stich­wort. An einem alten Buick LeSabre, einem riesi­gen Kom­bi-Schlachtschiff, prüfen wir den Ölstand. „Dann such mal den Stab“, fordert mich Mario auf. Ich greife selb­st­be­wusst in den riesi­gen Motor­block und ziehe den Stab her­aus. „Bin­go, das ist das Automatiköl“, grinst er mich an. Lek­tion in Demut – aber damit kann ich mich in dieser Serie ja bestens aus.

In der Werk­statt arbeit­en Mar­ios Jungs der­weil an einem ganz beson­deren Exem­plar: Einem Dat­sun 240Z. Das Fahrzeug wurde in Deutsch­land nur rund 300mal verkauft. Wie viele es heute noch gibt, ist ungewiss, viele wer­den es aber nicht sein. Ein­er davon ste­ht jeden­falls bei CARSPIRIT, am Nieder­ge­orgswerder Deich. Naja, ste­hen ist ein wenig über­trieben. Der Old­timer wurde kom­plett in seine Einzel­teile zer­legt, wird hier neu aufge­baut. „Dieses Fahrzeug hat noch eine Seele“, sagt Schultz. Und das bet­rifft jeden einzel­nen Old­timer. Auf der anderen Seite der Halle ste­ht ein neuer Toy­ota Yaris. Die Reifen sollen gewech­selt wer­den. Ob der Yaris in 30 Jahren vielle­icht auch eine Seele hat? So als echter Old­timer? Kaum vorstell­bar. Aber vor 20 Jahren hat ja auch nie­mand gedacht, dass heute ein VW Golf II bere­its zum beliebten Old­timer gehört – vom Golf I mal ganz zu schweigen…

Weit­ere Infos unter: www.carspirit.de