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Wilhelmsburg/Reiherstiegviertel. Neulich im San­i­tas­park auf der Park­bank. Mit­ten im Gespräch mit San­ja Bul­jan von elbinsel­guide, bei einem Cof­fee to go. „Kann der Bech­er schon mit“, werde ich fre­undlich von der Seite ange­sprochen. Ganz unbe­merkt waren zwei muntere und umsichtige Jungs vom „Entsorgung­steam Grü­nan­la­gen der Stadtreini­gung Ham­burg“ um uns herum dabei, die Parkan­lage wieder ein­mal vom herum­liegen­den Müll zu befreien. Inklu­sive der Leerung der Mülleimer. „Oh, Moment, den Schluck nehme ich noch, dann kannst du den Bech­er aber gern mit­nehmen. Danke“, antwortete ich freudig auf diese Aufmerk­samkeit.

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Wieder ins Gespräch ver­tieft mit San­ja, drang plöt­zlich ein „Früher war alles bess­er in Wil­helms­burg!“ an mein Ohr. Das kon­nten und woll­ten San­ja und ich natür­lich nicht über­hören. „Wie meinst du das und wie heißt du eigentlich?“ Zuerst ein wenig schüchtern gesell­ten sich dann die bei­den Män­ner in Knal­lo­r­ange zu uns. Fatih Gök­tas (38) und Kol­lege Ahmet Ongun (30), bei­de gebür­tige Insu­lan­er, wie sie mir gle­ich stolz erzählten. „Früher kan­nte man noch jeden, den man auf der Straße getrof­fen hat, jet­zt ist es so anonym gewor­den. Heute ist hier alles so chic, seit wir zu Ham­burg-Mitte gehören und seit die IBA hier so viel neu macht. Klar, hat­te Wil­helms­burg einen schlecht­en Ruf, aber der Hype jet­zt nervt mich,“ ist Fatihs lei­den­schaftliche Mei­n­ung. „Der Van­dal­is­mus und der Müll haben zugenom­men. Ger­ade eben hab ich beim Müll­sam­meln hier im Park gehört wie ein­er zum anderen sagte, Wollen wir ihm helfen, oder den Müll lieber auf den Boden schmeißen?, das ist doch nicht mehr nor­mal,“ meldet sich nun auch Ahmet leicht verärg­ert zu Wort.

Mir sind die Jungs auf Anhieb sym­pa­thisch. Denen sind ihr Job, der Müll, die Leben­squal­ität hier und eben ihre Elbinsel nicht egal. Tagaus und tagein ist dieses Entsorgung­steam für Grü­nan­la­gen im Rei­her­stiegsvier­tel, Alt-Wil­helms­burg von hier unten bis hoch zur Hoy­er Tankstelle an der Korn­wei­de unter­wegs. Bei Wind und Wet­ter. Klasse, Jungs. Weit­er so. Und vie­len Dank für euer sauberes Engage­ment!
Angela@WIP